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e-mail von Holger Fock an Roland Reuß, 23.3.2009
Lieber Roland, die Zukunft ist schon da, in diesem Fall kommt sie aus Polen, eine Tauschbörse, die über 14.000 Bücher anbietet, darunter praktisch alle erfolgreichen Titel der letzten 25 Jahre (auch 3 von uns übersetzte, aber das ist nicht so wichtig). Es ist schon erstaunlich, mit welcher Dreistigkeit hier vorgegangen wird, mit welcher Chuzpe die User auch aufgefordert werden, ihre Bibliothek zu Hause zu scannen und per Upload der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen: http:// … Über unser Übersetzerforum gab es inzwischen einen Aufruf, jeder betroffene Autor/Übersetzer möge bitte seine Verlage verständigen. Ich hoffe, die gehen rechtlich gegen diese "onlinearchive" vor (auch gegen die mit jener Seite verlinkten). Das wird sicher nicht einfach: Glauben die Hunde doch, sie seien rechtlich auf der sicheren Seite durch den Hinweis, der Download sei natürlich nur erlaubt, wenn der User das Buch in der gedruckten Fassung besitze – das schlägt dem Buch die Seiten weg. Herzliche Grüße, PS.: Ich schicke meine Unterschrift unter den Heidelberger Appell Kommentar: Das zeigt klar, daß das Problem nicht juristisch zu klären ist. Es handelt sich im genauen Sinn um eine politische Frage. Die nächste Börse ist dann in Singapur oder in Weißrußland, soll die VG Wort dann dort auch verhandeln? Das Problem kann einzig in Berlin (und dann in Brüssel) angegangen werden. rr, 23.3.2009
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