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[ DOKUMENTE UND ZEUGNISSE ]

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Hermann F. Weiss, Gerüchte vom Heldentod des Dichters. Unbekannte Zeugnisse zu Heinrich von Kleist vom Jahre 1809, in: KJB (1998), 267-283; darin: 279

Friedrich August Staegemann an Friedrich Schulz, Königsberg, 3. 10. 1809


[…] hatte an Herrn Minister von Altenstein vorige Woche Manuscript von Gedichten der Zeit, z. B. Kleists Schwanengesang, Schlegels Abschied von Frankreich und dgl. unternommen,\40\ auch ein Gedicht von Friedr. Schlegel, welches sich […]
es sei mein Herz und Blut geweiht,
Dich Vaterland zu retten
Dieses letztere schreiben [sic] habe nachdem schon alles gedrukkt gewesen, cassirt werden müssen. Aber in meinem Exemplar der Fr. Schlegelschen Gedichte (bei Hitzig) steht […].\41\

\40\ Bei der Arbeitsstelle Deutsches Wörterbuch in Göttingen konnte die Wendung „unternehmen“ mit Akkusativ an eine Person nicht nachgewiesen werden (freundliche Mitteilung vom 28. Januar 1998).
\41\ Ebd., fol. 356r. Ein Gedicht Friedrich Schlegels mit dem von Staegemann genannten Titel ist nicht bekannt. Handelt es sich um ,Die Rückkehr des Gefangenen‘ (Kritische Friedrich-Schlegel-Ausgabe, Bd. 5, München und Paderborn 1962, S. 392-397)? Das von Staegemann zitierte Gedicht Schlegels trägt den Titel ‚Das Gelübde‘ (S. 397f.). Es beschloß den Band ‚Friedrich Schlegels Gedichte‘, der etwa im April 1809 bei Julius Eduard Hitzig in Berlin erschien. Auf Weisung des Berliner Zensors wurde es herausgeschnitten; vgl. S. XCI. Allerdings waren in Leipzig bereits vollständige Exemplare ausgegeben worden; vgl. Wilhelm von Humboldts Gesammelte Schriften, Bd. 16, Berlin und Leipzig 1935, S. 107.

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Letzte Aktualisierung 22-Jan-2003
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